Ihr Leitfaden zur Behandlung mit Spendersamen

Bei IVF SYD begleiten wir Sie sicher durch den gesamten Prozess – von den ersten Überlegungen und der Auswahl des Spenders bis hin zur eigentlichen Behandlung.

Auf dieser Seite können Sie lesen über:

  • welche Arten von Spendersamen es gibt.
  • wie die Auswahl und Bestellung von Spendersamen abläuft.
  • was vor Beginn der Behandlung wichtig zu wissen ist.

Welche Arten von Spendersamen gibt es?

Wenn Sie sich für eine Behandlung mit Spendersamen entscheiden, müssen Sie festlegen, welche Art von Samenspender Sie wählen möchten.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen:

• Anonymer Samenspende
• Nicht-anonymer Samenspende

Der Unterschied liegt vor allem darin, welche Informationen über den Spender verfügbar sind – für Sie und gegebenenfalls später für das Kind – sowie darin, ob das Kind mit 18 Jahren die Identität des Spenders erfahren kann.

Anonymer Samenspende

Bei anonymer Samenspende haben Sie Zugang zu einem sogenannten Basisprofil des Spenders. Das Basisprofil enthält folgende Informationen:

  • Körpergröße und Gewicht
  • Augenfarbe und Haarfarbe
  • Hautfarbe
  • ggf. die Blutgruppe, sofern diese aus medizinischer Sicht relevant ist

Weder Sie noch ein eventuell später geborenes Kind können weitere Informationen über den Spender erhalten – weder jetzt noch zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Anonymität gilt auch für den Spender, der ebenfalls keine Informationen über mögliche Kinder erhält, die durch die Verwendung seines Samens entstanden sind.

Non-ID-Release (nicht offen Samenspende)

Bei einer Non‑ID‑Release‑Samenspende haben Sie Zugang zu einem erweiterten Spenderprofil zusätzlich zum Basisprofil (Körpergröße, Gewicht, Haarfarbe, Augenfarbe und Hautfarbe).

Das Spenderprofil kann unter anderem folgende Informationen enthalten:

  • Angaben zu Ausbildung und Beruf
  • Freizeitinteressen
  • Persönlichkeitsmerkmale
  • eine Stimmprobe und ggf. Kinderfotos

Die Identität des Spenders kann niemals offengelegt werden – weder für Sie noch für ein eventuell später geborenes Kind.
Der Spender erhält ebenfalls keine Informationen über mögliche Kinder, die durch die Verwendung seines Samens entstanden sind.

ID-Release (offen Samenspende)

Bei einer ID‑Release‑Samenspende (offene Samenspende) ist die Identität des Spenders zum Zeitpunkt der Spende für Sie nicht bekannt.

Der Spender hat jedoch mit der Samenbank vereinbart, dass ein eventuell daraus entstandenes Kind zu einem späteren Zeitpunkt Auskunft über die Identität des Spenders erhalten kann – in der Regel, wenn das Kind 18 Jahre alt ist.

Im Zusammenhang mit der Behandlung haben Sie Zugang zu einem erweiterten Spenderprofil, ebenso wie bei einer Non‑ID‑Release‑Spende.

Der Spender kann nicht als Vater des Kindes eingetragen werden und erhält keine Informationen über mögliche Kinder, die nach der Spende entstanden sind.

Welche Option ist die richtige für Sie?

Die Wahl zwischen Anonym, Non‑ID‑Release und ID‑Release ist sehr individuell und hängt von Ihren persönlichen Wünschen sowie Ihren Überlegungen für die Zukunft ab.
Wir besprechen die verschiedenen Möglichkeiten stets ausführlich mit Ihnen, damit Sie eine gut informierte Entscheidung treffen können.

Spendersamen auswählen und bestellen – Vorteile und Rabatte

1.

Auswahl von Spenderprofil und Spendertyp

Ihre erste Entscheidung betrifft die Wahl der Samenbank. Auf der Website der Samenbank können Sie die Spenderprofile einsehen und genau das Profil auswählen, das Sie für Ihre Behandlung nutzen möchten.

Bitte achten Sie darauf, die gewünschte Spenderart zu wählen (anonym, ID‑Release oder Non‑ID‑Release).

2.

Auswahl der MOT

Was bedeutet MOT?

MOT steht für Motilität und gibt an, wie viele bewegliche Spermien nach der Aufbereitung erwartet werden.

MOT ist insbesondere bei der Inseminationsbehandlung (IUI) relevant, da sich die Spermien selbstständig in Richtung der Eizelle bewegen müssen.

Bei IVF‑ und ICSI‑Behandlungen spielt MOT eine geringere Rolle, da die Befruchtung im Labor erfolgt.

3.

IVF SYD arbeitet mit Donor Network zusammen.

IVF-SYD arbeitet mit Donor Network bei der Rekrutierung und Auswahl von Samenspendern zusammen. Die Spender werden sorgfältig geprüft und sowohl nach medizinischen als auch nach psychologischen Kriterien ausgewählt.

Nachdem Sie ein Konto bei Donor Network erstellt haben, können Sie die Spenderprofile einsehen und Spendersamen direkt zur Lieferung an IVF-SYD bestellen.

4.

Bei IVF-SYD gelagerter Spendersamen

Wenn Sie sich für einen Spender entscheiden, der bei IVF-SYD spendet, wird der Spendersamen bereits in der Klinik gelagert. Das bedeutet, dass Sie die Kosten für den Transport von der Samenbank einsparen.

Gleichzeitig kennen wir den Spender und können Sie auf Wunsch bei der Auswahl beraten.

5.

Sonderangebote für ausgewählte Spender

IVF-SYD bietet die Möglichkeit attraktiver Angebote für einige der mit der Klinik verbundenen Samenspender an.

Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, finden Sie den Preis in der Preisliste unter „Spendersamen“.

Bitte kontaktieren Sie die Samenspenderkoordinatorin Ida Nielsen in@ivf-syd.dk, wenn Sie eine Liste mit Profilen von Samenspendern erhalten möchten.

6.

Von der Auswahl bis zur Behandlung

So läuft der Ablauf ab – Schritt für Schritt:

  • Sie entscheiden sich für eine Samenbank, die Spenderart, den Spender und die MOT (siehe Tabelle unten).
  • Sie bestellen den Spendersamen bei der Samenbank.
  • Der Samen wird an die Klinik geliefert oder befindet sich bereits bei IVF SYD.
  • Der Samen wird vom Labor registriert und steht nun für Ihre kommende Behandlung bzw. Ihre kommenden Behandlungen bereit.

Welcher Spendersamen ist für Ihre Behandlung geeignet?

Spendersamen-Typ
IUI (Inseminationsbehandlung)
IVF (Eizellentnahme)
MOT 2%√ (ggf. ICSI)
MOT 5 IUI%
MOT 5 ICI%(√)
2 Halme werden empfohlen
MOT 10 IUI
MOT 10 ICI(√)
2 Halme werden empfohlen
MOT 20 IUI
MOT 20 ICI

Das sollten Sie vor Behandlung und Bestellung wissen

Hier haben wir Antworten auf einige der Fragen zusammengestellt, die uns im Zusammenhang mit einer Behandlung mit Spendersamen häufig gestellt werden.

Was bedeuten IUI und ICI?

Es gibt 2 verschiedene Arten von Samenhalme, die IUI und ICI genannt werden (die meisten Samenhalme sind IUI, was wir empfehlen, aber wir können auch ICI verwenden)

Der Unterschied zwischen IUI und ICI ist:

  • IUI (Intrauterine Insemination) Das Sperma wird von der Samenbank gereinigt, und wir müssen das Sperma nicht weiter im Labor reinigen. Es kann direkt in die Gebärmutter inseminiert oder für eine IVF verwendet werden.
  • ICI (Intrazervikale Insemination) Rohes Sperma, das gereinigt werden muss, bevor es für eine In-Utero-Insemination (IUI) oder eine IVF verwendet werden kann.

Wie viele Samenhalme sollten wir für die Behandlung bestellen?

In den meisten Fällen reicht die Bestellung von 1 oder 2 Samenhalme aus, aber Sie können problemlos mehr Samenhalme bestellen, um die Transportkosten zu sparen. Allerdings können Sie überschüssige Samenhalme nicht an die Samenbanken zurückgeben, was Sie natürlich berücksichtigen sollten.

Bei IVF-SYD werden die Samenhalme im ersten Jahr kostenlos gelagert, danach wird die Lagerung jährlich gemäß unserer Preisliste berechnet.

Wann muss der Spendersamen von der Samenbank verschickt werden?

Die Samenhalme sollten spätestens eine Woche vor der geplanten Behandlung in der Klinik eingetroffen sein – planen Sie daher ausreichend Zeit ein.

Versand:

Ob die Samenhalme auf Trockeneis oder in flüssigem N₂ (Stickstoff) versendet werden, spielt für uns keine Rolle.

Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Sendungen auf Trockeneis nur an folgenden Tagen entgegennehmen: Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag.

Sobald eine Schwangerschaft erreicht ist, können Sie erwägen, weitere Samenhalme desselben Spenders zu reservieren, sofern ein Geschwisterkind gewünscht ist.

Hinweis: Bitte bestellen Sie die Samenhalme auf den Namen der Frau, die behandelt werden soll.

Wie werden die Samenspender getestet und medizinisch untersucht?

Alle Samenspender werden gemäß den geltenden Richtlinien umfassend getestet und gescreent.

Die Spender werden unter anderem auf erblich bedingte Erkrankungen untersucht und auf übertragbare Infektionskrankheiten getestet.

Trotz der umfassenden Screening‑Verfahren können genetische oder infektiöse Risiken niemals vollständig ausgeschlossen werden.

Gibt es Risiken bei einer Behandlung mit Spendersamen?

Es wird großer Wert darauf gelegt, die Risiken bei einer Behandlung mit Spendersamen so gering wie möglich zu halten.

Die Spender werden auf schwerwiegende übertragbare Krankheiten wie z. B. HIV und Hepatitis getestet.

Wie bei jeder Form der Kinderwunschbehandlung kann das Risiko jedoch niemals vollständig ausgeschlossen werden.
Sollten wider Erwarten Umstände auftreten, die für den Spender oder für nach der Spende geborene Kinder relevant sein könnten, ist es wichtig, die Klinik zu kontaktieren.